Leben gestalten

WegWir sind oft nicht zufrieden, mit dem was wir gerade leben,
aber zugleich haben wir Angst, aufzubrechen.

Aber das Leben werden wir nur erfahren,
wenn wir bereit sind, uns immer wieder auf den Weg zu machen.

(Anselm Grün)

 

Unser Leben ist scheinbar sehr reich an Möglichkeiten, wie wir leben könnten.

Und trotzdem bewegen wir uns fast alle in einem recht schmalen uns vertrauten Korridor, indem wir das Leben mehr oder weniger glücklich leben.

Wie kommt das? Gründe dafür gibt es wahrscheinlich so viele, wie es auch Menschen gibt. Häufig sind es wohl die vielen Gewohnheiten, die uns, bequem oder unbequem, Schutz und Sicherheit bieten. Und es sind vor allem auch „Prägungen“ die wir schon als Kind erlernt haben, um so zu sein, wie wir von unserem Umfeld akzeptiert und geschätzt werden. Das sind häufig jene „Programme“ die uns begleiten und uns unbewusst dazu veranlassen, auf ähnlich gelagerte Situationen in ebenso ähnlicher Art zu reagieren. Obwohl es uns vielleicht gar nicht mehr so gut geht mit diesen Gewohnheiten. Und wir eigentlich anders sein möchten.

Wäre da nicht dieser Drang in uns, der sehnsüchtig nach „mehr“ zum Beispiel Gesundheit, Selbstbestimmung, Lebendigkeit oder Freude ruft, könnten wir einfach immer so weiter leben und bräuchten nichts umgestalten oder uns weiterentwickeln.

Wie kann man im Leben Veränderungen anstoßen und sich „neu“ aufstellen? Der Schritt „Altes“ abzulegen, während das Neue nicht ausgereift und nicht mit Leben und Erfahrung gefüllt ist? Und sich zudem jeder Schritt auf unbekannten Boden sehr riskant und unbequem anfühlt?
Dann fühlt man sich vermeintlich in einer Zwickmühle. Das unbekannte „Neue“ scheint zu unsicher und unvorstellbar, da ist das Verharren im Gewohnten vielleicht doch noch irgendwie besser für eine weitere Weile.

Aber dann ruft doch wieder diese sehnsüchtige Stimme nach Veränderung …

Das soll nicht heißen, dass wir permanent alles verwerfen und neu machen sollten. Auch das wird auf Dauer ziemlich unbefriedigend. Es geht um Lebendigkeit und Wachstum. Das, was wir erleben und empfinden zu integrieren und einen guten Platz in uns zu geben. Es geht darum, immer wieder mal eine Standortbestimmung vorzunehmen und einen Abgleich des gelebten Lebens mit den (vielleicht heimlichen oder nur subtil vorhandenen) Bedürfnissen vorzunehmen. Dieser sehnsüchtigen Stimme Raum und Klang zu geben

Und manchmal sind es gar nicht wir selbst, die Sehnsucht nach einer Veränderung verspüren. Da trifft uns die Veränderung scheinbar von außen: zum Beispiel durch eine berufliche Veränderung, Krankheit, Trennung oder gar Tod und wir sind gezwungen zu handeln um irgendwie weiterzubestehen. Ausgerechnet dann, wo wir tiefen Schmerz durchleiden. Da sind wir vielleicht wie erstarrt und möchten uns zurückziehen und am liebsten gar nichts mehr spüren und funktionieren nur noch ohne jede Lebensfreude.

In meiner Arbeit in der Praxis geht es mir darum, Sie bei diesen Entwicklungsprozessen zu begleiten um Ihren ganz persönlichen Lebensspielraum zu erweitern und dem Leben wieder in tiefstem Vertrauen und mit Ihren eigenen schöpferischen Ressourcen zu begegnen. Ich möchte Sie darin bestärken, das Ruder kraftvoll in die Hand zu nehmen um das Boot zielsicher in den nächsten Hafen zu steuern.